Stellungnahme der SPD Rommerskirchen zur aktuellen Pressemitteilung des Landrats zur „bedarfsgerechten Stärkung des Rettungsdienstes“

Die SPD Rommerskirchen nimmt die Pressemitteilung des Landrates zur angeblich bedarfsgerechten Stärkung des Rettungsdienstes im Rhein-Kreis Neuss mit Kopfschütteln und Verärgerung zur Kenntnis.

Fakt ist: Die Schließung der Notfallambulanz in Grevenbroich bedeutet für die Bürgerinnen und Bürger im südlichen Kreisgebiet eine Verschlechterung der ortsnahen medizinischen Versorgung und führt zu extremer Verunsicherung.

Dies einzugestehen und sich den Fragen und Sorgen der Bürgerinnen und Bürger vor Ort zu stellen, würde seitens eines verantwortlichen Landrates zum ehrlichen Umgang mit den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern in Rommerskirchen dazu gehören. Selbst einer offiziellen Einladung des Gemeinderates ist der Landrat oder einer seiner sprechfähigen Mitarbeitenden bisher immer noch nicht gefolgt. „Wir erwarten dringender denn je eine transparente, öffentlich zugängliche Analyse der tatsächlichen Auswirkungen der Schließung der Notfallambulanz auf die Versorgungssicherheit der Rommerskirchener Bürgerinnen und Bürger und keinen kläglichen Versuch der Schönfärberei“, so Annette Greiner als SPD-Vorsitzende in Rommerskirchen.

Denn das, was der Landrat als Vorantreiben einer bedarfsgerechten Stärkung des Rettungsdienstes deklariert, bewertet die SPD Rommerskirchen als erzwungene Notreparatur, zu der der Landrat darüber hinaus gesetzlich verpflichtet ist. Der Schaden werde damit keinesfalls kompensiert. Davon abgesehen, dass Rommerskirchen bei dem Ausbau von Fahrzeugen und Rettungspersonal in der Rettungswache Nettesheim offenbar vergessen wurde, sei es schon – so Annette Greiner – absehbar, dass angesichts des Fachkräftemangels und auch der Versorgungsengpässe in den verbliebenen Notfallambulanzen diese notdürftige Reparaturmaßnahme den Alltagsbelastungen keineswegs standhält. Denn Fakt sei leider auch, dass sich die Eintreffzeiten verlängern werden und dass die Aufnahmekapazitäten der Krankenhäuser für Notfälle bereits jetzt immer wieder an ihre Grenzen kommen. Dazu finden sich in der Pressemitteilung des Landrates leider keine Lösungsansätze.

„Wir sind nicht bereit, auf die für 2026 angekündigte Analyse der Ist-Situation im Rahmen der Gesamtfortschreibung des Rettungsdienstbedarfsplans zu warten und negative Konsequenzen für unsere Bürgerinnen und Bürger sehenden Auges hinzunehmen“ – so Annette Greiner. Die SPD-Rommerskirchen erwartet sofort Transparenz und Aufklärung, kurzfristig einen zweiten Rettungswagen und zusätzliches Personal auch für die Rettungswache in Rommerskirchen und – mit notwendiger langfristiger Lösungsperspektive – schon jetzt die ernsthafte Auseinandersetzung seitens des Landrates mit Maßnahmen wie einem interkommunalen Klinikneubau im südlichen Kreisgebiet. Nur so lassen sich wohnortnahe medizinische Notfalls- und Krankenhausversorgung für Menschen auch in Rommerskirchen wieder sicherstellen.