
Mit großem Unverständnis reagiert die SPD Rommerskirchen auf die jüngsten Äußerungen von Landrat Hans Jürgen Petrauschke im Zusammenhang mit der Schließung der Zentralen Notaufnahme des Grevenbroicher St. Elisabeth-Krankenhauses. In einer Presseerklärung hatte Petrauschke die Verantwortung für die Notfallversorgung weitgehend auf die Bundespolitik und gesetzliche Rahmenbedingungen abgeschoben – aus Sicht der SPD ein fatales Signal an die Bürgerinnen und Bürger im Südkreis.
„Wenn ein Landrat sich in der größten Gesundheitskrise der Region auf die Zuschauerrolle zurückzieht, statt Verantwortung zu übernehmen, ist das ein katastrophales Zeichen für die Kreispolitik“, erklärt Annette Greiner, Vorsitzende der SPD Rommerskirchen, die ebenfalls das Schweigen der örtlichen CDU kritisiert.
Die SPD Rommerskirchen weist darauf hin, dass es nicht ausreicht, mit dem Finger auf Berlin zu zeigen, wenn Menschen vor Ort konkrete Hilfe und Lösungen erwarten. Auch auf kommunaler und Kreisebene bestehen Handlungsmöglichkeiten, um die medizinische Versorgung nachhaltig zu sichern – etwa durch den aktiven Einsatz für ein neues Krankenhaus im Südkreis oder eine strukturierte Weiterentwicklung des Rettungsdienstes.
„Wir brauchen den klaren Willen, gemeinsam mit den Kommunen wie Rommerskirchen, Jüchen oder Grevenbroich für eine wohnortnahe und zukunftsfeste Gesundheitsversorgung zu kämpfen“, betont Bürgermeister Dr. Martin Mertens, der sich seit Monaten vehement für ein neues Krankenhaus und den Erhalt der Notfallversorgung in der Region einsetzt.
Die SPD Rommerskirchen fordert den Landrat daher auf, sich an die Seite der Städte und Gemeinden zu stellen, statt die Debatte mit parteipolitischen Spitzen zu belasten.
„Es geht um Sicherheit, schnelle Hilfe im Notfall und eine Gesundheitsstruktur, die dem wachsenden Bedarf in unserer Region gerecht wird. Dafür lohnt sich jeder Einsatz – und dafür kämpfen wir“, so die SPD Rommerskirchen abschließend.
