SPD Rommerskirchen kritisiert Schließungspläne für Notaufnahme in Grevenbroich– Gesundheit darf keine Frage des Wohnorts sein

SPD-Fraktions- und Ortsvereinsvorsitzende Annette Greiner

Die SPD Rommerskirchen zeigt sich tief betroffen über die Ankündigung der Rheinland Klinikum GmbH, die zentrale Notaufnahme am Standort Grevenbroich schließen zu wollen. Für die SPD-Fraktionsvorsitzende ist klar: „Diese Entscheidung gefährdet die medizinische Grundversorgung vieler Menschen – auch in Rommerskirchen. Sie steht im Widerspruch zu dem, was Bürgerinnen und Bürger erwarten dürfen: eine wohnortnahe, erreichbare Notfallversorgung.“

Greiner betont, dass Bürgermeister Dr. Martin Mertens und seine Verwaltung frühzeitig vor den Folgen einer solchen Entwicklung gewarnt haben. „Dr. Mertens hat sich stets klar positioniert und für den Erhalt der Notaufnahme eingesetzt – mit großem Rückhalt in der Bevölkerung. Wir begrüßen ausdrücklich, mit welchem Nachdruck die Verwaltung nun auch eine Verbesserung der rettungsdienstlichen Versorgung einfordert. Der Rhein-Kreis Neuss ist hier in der Pflicht. Stand heute gibt es keinerlei Informationen darüber, wie Versorgungslücken verhindert werden sollen. Die Menschen haben ein Recht auf verbindliche Antworten“, so Greiner. Bisher bestand Einigkeit im Gemeinderat. Eine einstimmig beschlossene Resolution, übermittelte offene Fragen zur Notfallversorgung sowie eine Einladung des Gemeinderats sind bisher vom Landrat und dem Rhein-Kreis Neuss nicht beantwortet worden. Vor diesem Hintergrund enttäuscht die Reaktion der CDU-Fraktion, die die Entscheidung der Schließung der Notfallversorgung rechtfertigt und sich damit faktisch auf die Seite des Landrates schlägt.

Annette Greiner weist zudem auf einen weiteren aktuellen Beschluss des Gemeinderates hin: Auf Antrag der SPD-Fraktion wurde dort erst vor wenigen Wochen eine verstärkte Zusammenarbeit mit der Stadt Grevenbroich und den Nachbarkommunen zur Planung eines neuen, gemeinsamen Klinikums auf den Weg gebracht. „Wir brauchen zukunftsfähige Lösungen – keine Schließungen“, so Greiner weiter.

Für die SPD Rommerskirchen steht fest: Gesundheit darf keine Frage des Wohnorts oder der politischen Farbe sein. „Wir stehen an der Seite der Bürgerinnen und Bürger und werden uns weiter gemeinsam mit Bürgermeister Dr. Martin Mertens mit aller Kraft dafür einsetzen, dass Rommerskirchen auch künftig gut versorgt ist – mit Rettungsdiensten, Hausärztinnen und Hausärzten und einer erreichbaren Notaufnahme“, betont Greiner abschließend.